(deutsche Version)

Looking forward to showing some works selected for „FACES“, a group exhibition organized by UPP at the Feria International de Arte Contemporáneo in Málaga next week –  titled pasajero. In Spanish pasajero is the same expression for both the noun passenger and the adjective passing / temporary.

pasajero_ladyThe technique of these artworks requires water to the colour and on the glossy and hydrophobic surface of the paper starts the communication. The creation is a balance between letting the water flow with trust on external influences and my intervention into the process. Once started it deserves patience and an open mind, as I am often surprised with a completely new and unusual scenario as shown on this random shot. During the process thousands of stories emerge and can be read on the faces, like passengers going on the stage, remaining for a while and leaving again or even staying. At one certain point, however, it is necessary my decision to stop, let water dry and wait for the final picture.

For pasajero I left some at a seemingly raw status so we may sense how water could change the face again… On others I also conserved „past views“. The dried colour does give sometimes just an idea of the brilliance or disorder of former times we may keep only on photographs or in our memories.

Everything is temporary.

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Ich freue mich, eine Auswahl von Arbeiten mit dem Titel pasajero bei „FACES“, eine von UPP organisierten Gruppenaustellung, auf der Feria International de Arte Contemporáneo nächste Woche in Málaga zeigen zu dürfen. Auf spanisch bedeutet pasajero sowohl Reisender als auch vorübergehend/vergänglich.

pasajero_ladyBei dieser Technik kommt Wasser zur Farbe und beide fangen an, auf dem glatten und wasserabweisenden Papier miteinander zu kommunizieren. Die Kreation ist eine Balance zwischen einem freien Fließen des Wassers mit Vertrauen auf äußere Einflüsse und meinem Eingriff in den Prozess. Einmal begonnen, bedarf es an Geduld und Offenheit, denn oft werde ich von neuen und ungewöhnlichen Szenarien überrascht, wie man auf dieser Momentaufnahme sehen kann. Bei der Kreation entstehen tausend Geschichten und können im Gesicht gelesen werden, wie Reisende, die auf die Bühne kommen, ein wenig verweilen und diese dann wieder verlassen oder sogar bleiben. An einem bestimmten Punkt jedoch muss ich aufhören, das Wasser trocknen lassen und auf das Schlussbild warten.

Für pasajero habe ich einige Bilder in einem scheinbar ursprünglichen Status belassen, damit wir uns vorstellen können, wie das Wasser das Gesicht weiter verändern könnte. Bei anderen habe ich ein „Zwischenbild“ festgehalten. Ist die Farbe getrocknet, bekommt man manchmal nur eine Vorstellung vom ursprünglichen Glanz oder Chaos, die uns oft nur auf Fotos oder in unseren Erinnerungen bleiben.

Alles ist vergänglich.